Wir suchen Verstärkung!

Waldorferzieherin (m/w/d) Deputat 90%

Der Neubau am Krähenbach

„Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder“

Dante Alighieri

 

Vom Suchen und Finden einer neuen Heimat für den Waldorfkindergarten

Der erste Anlauf

Der Waldorfkindergarten „Schneeweißchen“ hat in Kemnat wunderschön ausgebaute Räumlichkeiten – aber im zweiten Stock eines Bürogebäudes am Rande des Gewerbegebiets. Es ist jedes Mal eine kleine Expedition, um mit über 20 Kindern im Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt den Außenbereich zu erreichen.

Seit der Gründung des Waldorfkindergartens im Jahr 2013 gab es den Impuls, das Angebot zu erweitern. Und seit einigen Jahren wird die Warteliste immer länger und länger. In der gesamten Stadt fehlt es an Betreuungsplätzen, vor allem für die kleinen Kinder unter drei Jahren. 

Vor drei Jahren ergab sich die Möglichkeit, einen Teil des Wiesengrundstücks, auf dem sich auch unser Außenbereich befindet, zu erwerben – Zeit zu handeln! Wir haben Kontakt zur Stadtverwaltung und zum Gemeinderat aufgenommen und sind auf großes Wohlwollen und Unterstützungsbereitschaft gestoßen. Zusammen mit dem Architekten, Herrn Remes von plus+bauplanung, mit dem Baukreis aus engagierten Eltern, Vorstand und Geschäftsführung wurde der Plan für eine dreigruppe Kindertagesstätte mit Krippe und Ganztagsbetreuung entwickelt. 

Aber gerade, als der Gemeinderat unserem Projekt zugestimmt hatte, kam der Schock: Das Grundstück war nicht mehr zu haben und sollte durch die Eigentümer bebaut werden. Damit wäre auch der Außenbereich, der uns bisher großzügig überlassen wurde, weggefallen – und ohne Außenbereich keine Betriebserlaubnis. Das Aus für den Waldorfkindergarten? 

NEIN!

Wir machen weiter

Es nicht einfach, in unserer Stadt ein bezahlbares Grundstück oder eine geeignete Bestandsimmobile zu finden. Doch der Baukreis tat sich entschlossen zusammen, unterstützt von weiteren Eltern, um das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Wir nutzten alle Kontakte, durchsuchten mit Hilfe von „google maps“ das ganze Stadtgebiet und suchten die Zusammenarbeit mit der Stadt. Sollten wir ganz einfach auf jeder Baulücke ein Schild aufstellen „Waldorfkindergarten sucht dringend neuen Standort“? 

In dieser Situation meldete sich überraschend Frau Pichler – Abteilungsleitung Kinder und Jugend – mit der Nachricht, da gäbe es war für uns… 

Am Ortsrand von Scharnhausen im Körschtal, etwas unterhalb der Körschtalhalle befindet sich ein etwa 2000 m² großes Grundstück, bebaut mit einem in die Jahre gekommenen Gewerbegebäude. Zu den Streuobstwiesen hin wird das Gelände vom Krähenbach begrenzt. Das Anwesen sollte verkauft werden und kurzentschlossen meldeten wir uns zur Besichtigung an, begleitet von unserem Architekten und Herrn Striebeck – Bauen und Immobilien der Stadt Ostfildern. 

Ein herrliches Grundstück und viele Fragen

Eine größere Fabrikhalle, darüber eine Wohnung, Anbauten und Lagerflächen – alles auf dem energetischen Stand der 70er Jahre teilweise vermietet an ein Fitnessstudio… 

Aber die Lage – was für eine herrliche Umgebung für unsere Kinder, eine zentrale Lage im Stadtgebiet und gleichzeitig mitten in der Natur. Wo sonst wäre ein so idealer Platz für einen Waldorfkindergarten möglich… 

Und dann müssten wir von einem Kaufpreis ausgehen, der wohl über einer Million € liegen würde, dazu die Kosten für einen Umbau oder einen Neubau angesichts der aktuellen Kostenentwicklung in der Baubranche… 

Aber wir haben die Unterstützung der Stadt, die sich auch mit einem umfangreichen Zuschuss an dem ganzen Projekt beteiligen würde. Auch in städtebaulicher Hinsicht wäre eine Kindertageseinrichtung an dieser Stelle geradezu ideal. 

Gebäude und Gelände bieten ausreichend Platz für vier Gruppen. Jetzt haben wir eine Gruppe. Wie können wir ein solches Wachstum gestalten? Angesichts des Fachkräftemangels im ErzieherInnenbereich? 

Wir kaufen!

Doch beim Blick auf die Wartelisten und die Kinderzahlentwicklung in der Stadt wird es ausreichend Eltern geben, die ihr Kind in einen neuen Waldorfkindergarten in einer so schönen naturnahen Umgebung bringen möchten. Und wenn wir nicht Waldorfpädagogik für viele Kinder ermöglichen wollten, wären wir ja nie initiativ geworden! Nicht zuletzt: Unsere Begeisterung für diesen neuen Waldorfkindergarten wird sich übertragen auf neue Erzieherinnen und Erzieher, die dort arbeiten möchten. 

So war Vieles abzuwägen, zu beschließen und jetzt schon zu gestalten im Frühjahr und im Sommer 2021. Schließlich stand das Gebäude zum kurzfristigen Verkauf – uns lange Zeit zu lassen war einfach nicht möglich. 

Zahlreich, intensiv und sehr zielführend waren die Gespräche mit der Stadtverwaltung – angefangen bei OB Bolay und Erster Bürgermeister Lechner über das Amt für Kinder und Jugend bis hin zu Baurechts- und Stadtplanungsamt – und nicht zuletzt mit dem Gemeinderat. Es galt, für die neue Einrichtung schon grundlegende konzeptionelle Weichenstellungen zu erarbeiten und abzustimmen, Finanzierungs- und Wirtschaftspläne wurden eingereicht. 

Mit der Scharnhauser Bank hatten wir das Glück, einen kooperativen Partner für die Finanzierung unseres Eigenanteils zu finden. Dort gab es Verständnis für die besondere Konstellation zwischen einem gemeinnützigen Verein als Träger einer Kindertagesstätte und der Stadt mit ihren Aufgaben, den Bedarf an Kindertagesbetreuung zu decken. 

Gemeinsam mit dem Architekten kamen wir zum Entschluss, das bestehende Gebäude abzureißen. Ein Umbau hätte keinen Vorteil hinsichtlich der Kosten eingebracht, dafür die Gestaltungsfreiheit deutlich eingeschränkt. 

Neu entstehen sollen eine Krippengruppe für die kleinen Kinder unter drei Jahren sowie eine Gruppe für Kinder ab drei Jahren mit der Möglichkeit für eine ganztätige Betreuung. Die wunderschöne Lage des Grundstücks wie auch aktuelle Impulse aus der Waldorfpädagogik ließen dazu sehr schnell den Entschluss reifen, zwei Naturgruppen für Kinder ab drei Jahren ins Bestehen zu rufen. In der Waldorf-Naturgruppe wird es ein Häuschen als Mittel- und Ausgangspunkt des Gruppengeschehens geben, im Gartenbereich können sich die Kinder frei entfalten und entwickeln und die angrenzende Landschaft bietet alle nur denkbaren Aktivitätsmöglichkeiten. 

Nun hatten wir ein Konzept, hatten die Unterstützung der Stadt in Form einer Förderzusage für die Neubaumaßnahme sowie eine Finanzierungszusage der Bank. Aber würden wir auch den Zuschlag für den Erwerb des Gebäudes bekommen? Es waren spannende Wochen im Juli und August bis endlich feststand: Wir können kaufen, Notartermin im September! Die Zustimmung in der außerordentlichen Mitgliederversammlung war einstimmig. 

Wir bitten um Unterstützung

Mit Nebenkosten muss unser kleiner Kindergarten nun rund 1.300.000.- € finanzieren. Wir schaffen das – wir sind eine starke Kindergartengemeinschaft, die sich zahlreich im Baukreis engagiert. Wir wollen, dass ein wunderschöner neuer Kindergarten entsteht für über 70 Kinder. Wir bitten alle, die sich unserem Projekt verbunden fühlen, um ihre Unterstützung. 

Spenden Sie Fußabdrücke

Für den Waldorfkindergarten am Krähenbach

Jetzt haben wir unser Grundstück gekauft und ein neuer Waldorfkindergarten entsteht:

Über 1,3 Millionen Schuldenlast hat der Verein Waldorfkindergarten Ostfildern e.V. von heute an über viele Jahre zu tragen. 

Damit wir den Schuldenberg abtragen können brauchen wir SIE, brauchen wir Ihre finanzielle Großzügigkeit. 

Viele Schritte bahnen den Weg 

Bald werden über 70 Kinder ihren neuen Kindergarten in Besitz nehmen. Doch zuerst betreten viele Erwachsene das Grundstück, um dort den Kindergarten zu bauen und zu planen. Und natürlich werden wir alle einladen, die sich für den neuen Waldorfkindergarten interessieren.
Jeder einzelne macht dafür den ersten Schritt – und hinterlässt seinen Fußabdruck. 

Fußabdrücke hinterlassen Spuren – etwas bleibt 

Die meisten Fußabdrücke kommen natürlich von den Kindern, den ihnen gehört unser Kindergarten.
Dann kommen auch kleinere, vielleicht gefiederte Gäste, zum Beispiel die Krähen vom Krähenbach.
Willkommen sind natürlich auch die großen Leute mit ihren großen Füßen- das dürfen dann gerne Riesen sein. 

 

Und das Beste: Sie können sich einen solchen Fußabdruck kaufen!

Krähenfuß

€ 50,-

Kinderfuß

€ 200,-

Riesenfuß

€ 5000,-

Jetzt Spenden

Gerne hinterlassen Sie ihren ganz persönlichen „Fußabdruck“ nach ihrer Selbsteinschätzung. Grenzen sind keine gesetzt. Jede Spende ist willkommen! 

Vielen Dank 

Gerne stellen wir eine Spendenbescheinigung aus. 

Spendenkonto:

Scharnhauser Bank

IBAN: DE51 6006 9517 0013 5310 18

BIC: GENODES1SCA

Oder über PayPal spenden

Vom Bauen eines Waldorfkindergartens – die ersten Ideen

Unser Grundstück hat eine wirklich einmalige Lage, am Ortsrand und mitten in der Natur. Doch wie können wir darauf unsere Ideen und Konzepte „auf den Boden“ bringen? 

Ein Neubau 

Schnell wurde deutlich: Ein Erhalt des bestehenden Gebäudes ist nicht sinnvoll. Nur das tragende Grundgerüst der Betonkonstruktion könnte erhalten bleiben und müsste aber zusätzlich verstärkt werden, um für einen Kindergarten tragfähig sein zu können. Eine unverhältnismäßige Maßnahme. 

Erhalten bleiben könnte aber die Bodenplatte des bestehenden Gebäudes mit den vorhandenen Kellerräumen – damit gäbe es gleich Platz für die ganze Haustechnik und für großzügige Lagerräume. 

Die beiden Naturgruppen würden dann ihren Platz in der südlichen Hälfte des Grundstücks finden. 

Was schon da ist

Das Gelände ist zur Körsch hin geneigt und die Bodenplatte schließt nach Norden ebenerdig ab, ragt aber im Süden ein gutes Stück nach Oben. Im Gebäude hat die Bodenplatte bedingt durch die Baugeschichte im oben Drittel einen deutlichen Versatz, das heiß mitten im Gebäude eine große, einen Meter hohe Stufe. Zum Krähenbach im Osten müssen wir fünf Meter Abstand halten, zur Straße hin 2,5 Meter. Ein Entwässerungskanal läuft längs unter dem Gebäude durch das ganze Grundstück und kann nicht einfach so überbaut werden. 

Das Grundstück ist von einem dichten Bewuchs vom Strauch bis zum großen Ahorn umgeben. Der Außenbereich hat im Sommer dadurch einen guten Sonnenschutz und lässt im Winter viele Sonnenstrahlen durch die Äste funkeln. Aber wir können wir im Gebäude die Gruppenräume hell und lichtdurchflutet gestalten? 

 

 

Wie man‘s richtig macht

Ein neuer Kindergarten ist eine langfristige Investition und alle Abläufe für eine qualitativ hochwertige Betreuung der Kinder müssen stimmen. Räume müssen eröffnet, Wege müssen erschlossen werden. Der Rhythmus von Draußen und Drinnen muss stimmen. 

Zudem gibt es allerhand Vorgaben und Empfehlungen. Viele reden mit: 

Das Landesjugendamt, das letztendlich die Betriebserlaubnis erteilen soll, das Gesundheitsamt für die Sanitärbereiche und Küchen, das Gewerbeaufsichtsamt für die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden. Dazu die Ämter rund ums Bauen: Baurechtsamt, Stadtplanungsamt, Wasserwirtschaftsamt (wir grenzen an einen Bachlauf). Brandschutz, Schallschutz, bauliche Sicherheit für Kinder mit Mitarbeitende. Ganz überwiegend sind alle Vorschriften ja sinnvoll und wir möchten partnerschaftlich und rechtzeitig mit den Ämtern und Behörden zusammenarbeiten. 

Vorteilhaft war, dass wir als Baukreis bereits mit dem ersten Entwurf in der Zeppelinstraße Erfahrungen mitbrachten. Das Raumprogramm mit Gruppenräumen, Sanitärbereichen, Schlafräumen, Eurythmieraum und Nebenräumen war allen geläufig. 

Eingeschossig oder zweigeschossig?

So drängte sich zuerst die Frage auf, ob die Bodenplatte überhaupt alle Räume aufnehmen kann. Größere Anbauten verkleinern den Außenbereich und wären bautechnisch nicht einfach umzusetzen. Wäre eine zweigeschossige Lösung sinnvoll? 

Ein Obergeschoss stellt natürlich einen Aufwand dar – nicht nur wegen Treppenhaus und Aufzug (der wegen der Barrierefreiheit gefordert wird). Wenn denn eine Gruppe – die Krippengruppe – nach oben wandern sollte – wäre dann im Erdgeschoss der Raum mit nur einer Gruppe sinnvoll zu füllen? Und ein Obergeschoss nur für Büro, Personalraum und sonstige Nebenräume? 

Nicht zuletzt: Jeder zusätzliche gebaute Kubik- oder Quadratmeter treibt die Baukosten nach oben. Unsere Mittel sollen aber auch für gute Ausstattung und eine schöne Oberflächengestaltung ausreichen. 

So kam der Baukreis zum Entschluss, die eingeschossige Variante weiterzuverfolgen. Wird es gelingen, alle Räume und Wege für die beiden Gruppen auf der Bodenplatte zusammenzubringen? 

Viele Anforderungen zu einem guten Konzept zusammenfügen: eine typische Aufgabe für den Architekten. Und so nahm Herr Remes alle unsere Gedanken mit in seine weitere Arbeit – und wir alle sind gespannt auf die nächsten Entwürfe…

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Waldorfkindergarten Ostfildern e.V.
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